Montag, 11. Februar 2008

Doppelte Leerzeichen - oder: Das Gelbe vom Ei (Fortsetzung)


In Chile gibt es ganz eigenartige Phänomene, die nicht einfach zu erklären sind. Auch nach vielen Wochen in diesem Land, das ja unheimlich lang und eintönig sein kann, bleibt vieles geheimnisvoll. In Santiago de Chile beispielsweise gibt es Straßenkreuzungen an denen man Dienstags und Freitags nicht rechts abbiegen darf. Ist man zufällig mal automobil in dieser Stadt unterwegs, sollte man immer wissen, welcher Wochentag gerade ist. Es ist sehr peinlich, dort den Verkehr zu blockieren, weil einem partout nicht einfallen will, dass gerade Mittwoch ist.

Chile hat mit seinem Nachbarland Peru vieles gemeinsam. Zum Beispiel die Wüste. Man spricht mehr oder weniger die gleiche Sprache, man hat eine gemeinsame Grenze und einen gemeinsamen Grenzkonflikt, der seine Wurzeln im Salpeterkrieg von 1879 hat und den man seither sehr pfleglich behandelt. Bereits erwähnt hatte ich, dass sich Peru und Chile außerdem darum streiten, wer den Pisco erfunden hat (siehe den Beitrag Das Gelbe vom Ei). Pisco Sour trinkt man in beiden Ländern. Darauf werden wir später noch zurückkommen.

Viel erstaunlicher ist: Auch in Chile kippen aus unerklärlichen Gründen Automobile um und liegen dann auf ihrer sehr verletzlichen schmalen Seite, was dem Ein- und Aussteigen nicht sehr förderlich ist. In Chile sind dies allerdings keine Polizeifahrzeuge, wie in Peru, sondern Taxis. Chilenische Taxis habe ich deshalb, wo es ging, gemieden. Fährt man in diesem sehr langen Land, die sehr langen Strecken nach Norden oder nach Süden, dann fällt auf, dass es kaum einen Quadratmeter auf den sehr langen Straßenbegrenzungen der sehr langen Landstraßen gibt, wo keine Reifenteile liegen. Man könnte glauben, dass ein sehr hoher dreistelliger Prozentsatz aller jemals weltweit geplatzten Reifen als Reifenplatzregen über chilenischen Überlandstraßenrandstreifen niedergegangen sein muss. Es ist ein Teppich von zerfetzten schwarzen Laufflächen und Reifenkarkassen in ganz unterschiedlichen Größen, der den Reisenden überall am Rande der Fernstraßen mit der Frage konfrontiert: Wie vergänglich ist eigentlich Gummi?

Die Frage nach Leben, Tod und Vergänglichkeit stellt sich längs der langen chilenischen Landstraßen auch in anderer Hinsicht. Auffällig sind die zahlreichen Kultstätten, die oft auch in Wüstengegenden, der eintönigen Fahrt ein gewissen Reiz verleihen. Manchmal ist es nur ein einfaches, schmuckloses Holzkreuz. Manchmal ist es ein gemauertes Minimausoleum, das einer ganzen Familie von Wüstenspringmäusen eine gemütliche Heimstatt bieten könnte. Es gibt aber auch komplette Andachtserlebnisoasen im Maßstab 1:1 mit Ruhebank, Grill, Kunstrasen und Sonnenschutz. Solche Anlagen sind oft tipptopp gepflegt und laden den einsamen Wüstenfahrer zu kleinen Rasten ein. Auf der Ruhebank sitzend, die Devotionalien vor Augen, fragt man sich "Warum gibt es hier eigentlich keinen Swimmingpool?" oder, "Gibt es einen Zusammenhang zwischen all diesen Kultstätten am Wegesrand und dem Teppich aus Reifenteilen auf den Seitenstreifen?"

Da erweist es sich als sehr vorteilhaft, wenn man mit Einheimischen sprechen kann. Tatsächlich, so meine chilenischen Gewährsmänner und -frauen, stehe jede dieser Kultstätten für einen oder sogar mehrere Verkehrstote. Es gäbe sogar Orte, da seien Autobusse verunglückt und man wisse gar nicht, für wieviele Verkehrstote da die Kultstätte stünde. Wäre mir zu Beginn meiner ausgedehnten Fahrten durch dieses lange Land klar gewesen, wie riskant die automobile Fortbewegung in Chile ist, so hätte ich viel weniger Angst vor Erdbeben und Vulkanausbrüchen gehabt. Hier saß ich also nun auf gerader Strecke, Mitten in der Atacamawüste, in relativ verkehrsberuhigter Lage, auf der Bank der Kultstätte für Mauricio Roque Perez Gomez, dem Miteigentümer des gutgehenden Abschleppunternehmens Gebrüder Perez, der hier am 21. Mai 2005 die Gewalt über seinen Abschleppwagen verlor, als er einem umgekippten Taxi ausweichen musste und dabei einer seiner Reifen platzte. Die Reifenteile kann man von der Kultstätte aus gut sehen. Das Taxi wurde inzwischen weggeräumt.

Die Chilenen haben übrigens 1884 den Salpeterkrieg gewonnen und in den seither vergangenen Jahren geben sie sich sehr großzügig, was die Frage angeht, wer den Pisco erfunden hat. Den Peruanern eilt in Chile der Ruf voraus, sie hätten die beste Küche, wenn nicht der ganzen Welt, so doch des ganzen südamerikanischen Kontinents. Auch die Peruaner finden das. Wer also in Chile ein gutes Restaurant sucht, wird zum Peruaner geschickt. Dort, das bekommt man mit auf den Weg, gibt es auch den besten Pisco Sour. Man müsse allerdings darauf achten, dass es der peruanische Pisco ist, der als Grundstoff verwendet wird. Die Chilenen vergeben sich offensichtlich nichts, wenn sie die Qualität des peruanischen Piscos anerkennen. Schließlich haben sie den Peruanern am Ende des 19. Jahrhunderts eine komplette Provinz abgenommen. Da kann man die unterlegenen Nachbarn schon mal für sich kochen lassen und deren Pisco loben.

Ein Rätsel, um die Herstellung eines guten Pisco Sour, konnte inzwischen gelöst werden. Für einen Pisco Sour, man erinnere sich, braucht man Eiklar. Was aber, so lautete die Frage, zu der man sich in Peru nicht äußern wollte, geschieht mit dem ganzen Eigelb? Die Chilenen geben sich keine große Mühe, den Skandal zu verbergen: Das Eigelb, es wird weggeworfen.

Rätselhaft bleibt jedoch eine Eigenart der Chilenen, die deshalb besonders eigenartig ist, weil die Chilenen kein Bewußtsein darüber entwickelt haben, dass diese Eigenart ihnen eigen ist. Chilenen verstecken in jedem gedruckten Text, mag er auch noch so klein sein und nur aus wenigen Wörten bestehen, ein doppeltes Leerzeichen. Ich hier übrigens auch, aber man wird es nicht finden.

Die Photos stammen vom Autor des Beitrags und stehen unter Creative Commons Licence.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Wie schmeckt es denn so, in Chile?


Sabine fragte mich das neulich am Telefon. Eine ehrliche Antwort auf diese Frage, könnte mich leicht in Teufels Küche bringen. Eine politisch korrekte Antwort wäre natürlich gelogen. Am Besten ich antworte ausweichend in der Hoffnung, dass die Wahrheit sich schon zwischen den Zeilen finden wird.

Die chilenische Mutter meiner chilenischen Freundin Karina kocht super. Das muss hier mal uneingeschränkt gesagt werden. Am Tag meiner Ankunft haben wir Artischocken gelutscht und Abends gab es ein Rinderfilet der Extraklasse, dem auch die Roquefortsauce nichts anhaben konnte. Wir waren uns alle einig: Die Roquefortsauce war unvergleichlich mild und das Rinderfilet unvergleichlich zart. Das hatten wir schon vorab so zwischen Köchin und Gast geklärt. Auch Humitas, eine in Maisblättern erhitzte Maispaste, sind oft sehr schmackhaft. Nun sollte man vom Speziellen aber nicht vorschnell auf das Allgemeine schließen.

Mir kommt es beispielsweise ganz seltsam vor, und am Liebsten würde ich darüber schweigen, dass es in Zentralchile mitunter nach Katzenpisse riecht. Am nördlichen und südlichen Ende des Landes riecht Chile ausgesprochen gut. Punta Arenas im Süden riecht sehr frisch und ein wenig salzig. San Pedro de Atacama im Norden hingegen riecht sehr trocken und ein bißchen staubig. Aber beispielsweise in der Gegend um Pucon riecht es wirklich sehr streng. Auch um Valparaiso herum möchte man am liebsten die Fenster schließen. Anscheinend gibt es in Chile Problemzonen, die etwas besser deodoriert werden sollten. Vermutlich handelt es sich um einen olfaktorischen Faktor, der mit der Vegetation in einem gewissen Zusammenhang steht. In Schwetzingen beispielsweise riecht es hinter dem Schloßgarten im Frühling und Sommer immer nach Knoblauch. In bestimmten Regionen Frankreichs riecht es ausgesprochen intensiv nach Wildschwein und in Mannheim riecht es manchmal widerlich nach Schokolade. Eine Freundin, mit der einmal ein Urlaub auf einer Insel mißlang, kritisierte schon am ersten Tag: "Diese Insel riecht nicht!" Kreta hingegen rieche ganz unvergleichlich, fügte sie hinzu. Wir hätten eigentlich sofort abreisen können.

Wenn ich jetzt schreibe, Chile rieche manchmal nach Katzenpisse, so handelt es sich dabei in gar keinem Falle um eine Tatsachenbehauptung. Es ist nur ein ganz subjektiven Eindruck, der zudem noch hilfsweise einen Vergleich heranziehen muss, bei dem man darüber streiten kann, ob damit ein Werturteil verbunden wird - und wenn, ob es ein positives oder ein negatives ist? Katzenpisse könnte ja durchaus von einigen Katzenliebhabern als wohlriechend geschätzt werden. Ähnlich wäre es ja auch, wenn man schriebe, was die Chilenen im Vergleich mit den Argentiniern nicht an Körpergröße aufbrächten, kompensierten sie locker an Fülle und Breite. Auch das stimmt natürlich nicht immer, sondern nur manchmal.

Damit ist aber die Frage von Sabine, ob es denn schmecke, in Chile, noch nicht beantwortet. Auf direktem Weg wäre es auch schwierig eine Antwort zu geben, mit der auch die Chilenen einverstanden wären. Den Chilenen schmeckt es hier offensichtlich nicht so schlecht, dass sie auswandern würden. Auch der Geruch nach Katzenpisse scheint sie nicht sonderlich zu stören. Ich kann Sabines Frage am unverfänglichsten mit einer kleinen Geschichte beantworten, die ich am Strand von La Serena beobachtet habe.

Dort war man gerade dabei sich für die sommerliche Hochsaison vorzubereiten. Ich trank ein Bier in einer kleinen Strandbar und kaute dazu einige Erdnüsse, die man hierzulande immer zu einem Getränk gereicht bekommt. Beim Kauen und Trinken beobachtete ich zwei Chilenen. Der eine baute ein Wasserklosett zusammen, während der andere Türen strich. Derjenige, der die Türen strich, tat dies mit großem Engagement. Allerdings hatte er diese nicht aus den Angeln gehoben und sauber aufgestellt, sondern sie schwangen weiter am Orte ihres eigentlichen Daseinszweckes. Auch die Schlösser und die Türklinken waren nicht abmontiert, sondern wurden aus Gründen der Einfachheit einfach überstrichen. Obwohl während der Zeit, in der ich das Streichen der Türen beobachtete, mehrere Anstriche übereinander aufgebracht wurden, erfolgte der Farbauftrag sehr lasierend. Offensichtlich handelte es sich bei der verwendeten Farbe um Wandfarbe, die sich sehr gut mit der Rolle, die der Streicher benutzte, verarbeiten ließ. Der Farbauftrag reichte aber nicht aus um die dunklen Schrammen gänzlich zu überdecken. Alles wurde Schicht um Schicht etwas aufgehellt, bis der Schreicher am Ende mit seinem Werk zufrieden war.

So ist es auch mit der chilenischen Küche. Man könnte die Gerichte durchaus etwas schmackhafter, raffinierter, durchdachter und genießbarer hinbekommen. Meist ist man aber der Meinung, dass dies die ganze Mühe nicht lohne. Vom Ansatz her verfolgt man die beste Absicht, am Ende aber fehlen die entscheidenden letzten Prozentpunkte damit es auch wirklich schmeckt. Selbst in guten Hotels bekommt man in Chile Nescafe mit heißem Wasser serviert: Passt schon! Oder?

Das Photo stammt aus der spanischsprachigen Ausgabe von Wikipedia und steht unter Creative Commons Licence.

Montag, 10. Dezember 2007

Von Tsunamis und Mietwagen


Gestern schrieb ich aus La Serena im Norden von Chile an Markus B. aus F., dass der Pazifik viel zu kalt sei, dass ich einen ganz schlechten Tag gehabt hätte, weil mir ein Chilene eine Beule in den Mietwagen gefahren habe und ich jetzt drei Tage hier festsitzen würde, bis die gerichtliche Anhörung zu dieser Angelegenheit stattgefunden habe. Aus Verlegenheit würde ich Humboldtpinguine betrachten fahren. Die Antwort von Markus B. aus F. war: "time for improvement ;-) ist auch eine life time experience".

Das veranlaßte mich zu einer Antwort, die ich hier abdrucken - oder heißt es besser "ablichten" - möchte. Das erlöst mich auch aus der Verlegenheit, endlich mal wieder ein neues Posting in meinem Blog lancieren zu müssen. Unfälle mit Mietwagen im befreundeten, aber erst recht im sonstigen Ausland sind eine ganz lästige Angelegenheit, die man so gut es geht vermeiden sollte. Hier also meine Antwort an Markus B. aus F.:

Hahahah, könnte mich ausschütten, vor improvement. Nachdem ich jetzt also hier für einige Tage festsitze, hatte ich gleich einen zusätzlichen Grund für schlechte Laune. Was mir echt auf den Geist geht, ist die Lieb- und Achtlosigkeit mit der in Hotels das Frühstück hingerichtet wird. Das Rührei zieht Wasser und natürlich ist es kalt. Der Orangensaft ist ein reines Kunstprodukt, das vollkommen aus Farbstoff besteht. Dazu gibt es einen Pressvorder-, wahlweise auch -hinterschinken der offensichtlich weltweit strengste Normen erfüllen muss, da er überall die gleiche Konsistenz und den gleichen Geschmack aufweist. Den Schnittkäse dürfte es so geschmacksneutral gar nicht geben, denn das Etwas nach rein gar nichts schmeckt, ist ein Widerspruch in sich. Die chilenische Variante dieses Frühstücksattentats läßt sich mit der Frage "Hätten sie dazu gerne Nescafe ohne Milch oder Nescafe mit Milch?" beschreiben. Neu war hier in La Serena immerhin, dass der Koch, der das Buffet auffüllt, einen Mundschutz trug. Wahrscheinlich wollte er sich nicht mit seinen eigenen Produkten kontaminieren.

Das Arrangement des Frühstücksbuffets ist überall gleich trist und traurig. Ganz gleich, ob im Hotel Canal Beagle in Ushuaia - ein Haus, das von Automobilclub Argentiniens betrieben und wird - im Hotel Tropical Tambau in Joao Pessoa oder eben hier in La Serena. Wo möglich läßt man diese Frühstücksveranstaltungen in einem fensterlosen Raum stattfinden, in dem es scharf nach Möbelpolitur riecht.

Dieses Frühstück hatte mir also den Start in den Tag so versaut, dass ich gleich wieder einschlafen wollte. Übrigens habe ich dieses Hotel nicht deshalb ausgewählt, weil mir die koloniale Architektur und der Name - Francisco de Aguirre - gefallen hätten, sondern weil es etwas erhöht liegt. Gestern, noch vor meinem Unfall - die Beule im Mietwagen, man erinnere sich - fuhr ich am Strand entlang, der sich unterhalb der Stadt erstreckt und dort wären Cabañas zu günstigen Preisen zu mieten gewesen. Was mir aber an allen Ecken auffiel, waren die Evakuierungshinweise im Falle eines Tsunamis. Alle Schilder wiesen nach Osten, also in Richtung des Hotels, in dem ich mich jetzt befinde. Da Tsunamis, vor allem auch dann, wenn sie Nachts vorfallen, sich nicht mit viel zeitlichem Vorlauf ankündigen, folgte ich meiner dunklen Ahnung und begab mich gleich auf erhöhtes Terrain. Die Folge, dieser Sicherheitsmaßnahme: Ein Chilenen fuhr mir gleich darauf eine Beule in den Mietwagen und heute Morgen fiel ich einem internationalen Standardhotelfrühstück - mindestens drei Sterne - in speziell chilenischer Ausprägung zum Opfer.

Ein wenig depressiv - ich sagte es bereits - genehmigte ich mir also ein Schläfchen, gleich nach dem Frühstücksattentat. Ich erwachte, weil das Zimmer mich wachrüttelte. Es wackelte alles, auch das was sich im Zimmer befand: Das Bett, die Sachen auf dem Nachttisch - was ein wenig Lärm machte - und natürlich wackelte auch ich. Wegen des Lärms kam ich nicht umhin, mir einzugestehen, dass ich mich mitten in einem kleinen Erdbeben befand. Vielleicht befand ich mich aber auch am Rande eines größeren Erdbebens - man weiß das nicht eindeutig zu sagen, wenn man wie ich gewöhlich ganz ohne Seismograph reist. Das, was mir da den Tagschlaf raubte, war nur ein "templor", wie man als erdbebenerprobter Chilene dazu sagen würde - ein "zittern" eben. Das reichte, um mich zum Aufzustehen zu veranlassen.

Hätte ich am Strand geschlafen, wäre das Frühstück unter Umständen besser gewesen. Aber vielleicht hätte es dieses Zittern dann zu einem richtigen Tsunami geschafft. Seit mir der Chilene die Beule in den Mietwagen gefahren hat, bin ich ein wenig abergläubisch.

Zu den Humboldtpinguinen habe ich es - so wie ich es eigentlich vorhatte - an diesem Tag nicht mehr geschafft. Im South-American-Handbook der Ausgabe von 2008 steht, die Pinguinkolonie von Punta de Choros befinde sich 72 Kilometer nördlich von La Serena. In Wirklichkeit befindet sie sich rund 112 Kilometer nördlich von La Serena - immerhin stimmte ja die Richtung. Als ich ankam, war es zu spät für Pinguinbesichtigungen per Boot. Ich traf dort zwei Spanier aus Barcelona, die Pinguine und Wale auf einer Bootstour gesehen haben wollten. Wir plauderten ganz nett miteinander, vor allem auch, weil sie gleich zu Anfang der Unterhaltung mein Spanisch sehr gelobt hatten.

Wir kamen dann auf das Thema Mietwagen zu sprechen, weil ich erwähnte, dass ich mit meinem Spanisch bei den chilenischen Polizisten sehr große Schwierigkeiten gehabt hätte, den Unfallhergang und die Entstehung der Beule zu schildern. Ich hätte übrigens einen Mietwagen mit Allradantrieb genommen, weil ich damit ja über die Anden wolle - nach Argentinien. In dem Moment, als ich das sagte, war mir natürlich selbst klar, dass man die Anden normalerweise auf Straßen überquert und dafür ein normaler Pkw vollkommen ausreichend ist. Die Beiden fingen jedoch sofort an zu streiten, da der kleine Kleinwagen, den der eine per Internet gemietet hatte, dem anderen ein viel zu kleiner Kleinwagen war. Sie stritten noch als ich bereits mit meinem verbeulten Allradfahrzeug Punta de Choros verlassen hatte.

Auf dem Rückweg habe ich dann Guanacos in freier Wildbahn gesehen. Und zwar so nah, wie noch niemals zuvor. Soviel über Tsunamis und Mietwagen und zu Humboldt- pinguinen und Improvement. Und: Wenn man sich so richtig über das Hotelfrühstück und den ganzen Rest der Welt aufgeregt hat, bekommt man richtig gute Laune.

Die Photos stammen vom Autor des Beitrags und stehen unter Creative Commons Licence.

Dienstag, 27. November 2007

Unvollständiger Bericht vom Untergang der MS Explorer


In der antarktischen See, so dachte ich, sei Telekommunikation nicht ganz so einfach. Man bräuchte schon Satellitentelefone oder sogar Funk mit dem entsprechenden Funkerpatent, um sich der Welt auch von diesem entfernten Ozean aus mitteilen zu können. Erst eine Schiffskatastrophe erinnerte mich daran, dass selbst einfache Mobiltelefone mittlerweile hochseetauglich sind, weil es Anbieter gibt, die dies ermöglichen. Plötzlich hieß es "Your Captain is speaking ..." und man solle den Gebrauch von Mobiltelefonen unterlassen, da die Leitungen für die Koordinierung der Rettungsmaßnahmen gebraucht würden. Am Liebsten hätte ich sofort telefoniert.

Was war geschehen? Ein Schiff war im Bransfield Strait, westlich der antaktischen Halbinsel, mit Eis kollidiert, leckgeschlagen und drohte zu sinken. Nicht mein Schiff, beziehungsweise, nicht das, auf dem ich mich befand. Und so war ich als Passagier auf den Planken des rettenden Schiffes eindeutig in der komfortableren Position. Retten, das ist Sache von Profis. Beim Sich-Retten-Lassen, da darf man auch als Amateur mittun. Als Zu-Rettender ist man zum Passiv-Sein verdammt und schon deshalb blutiger Anfänger. Als Passagier des Rettungsschiffes hält man sich jedoch am Besten aus dem ganzen Schlammassel raus - sowohl mit Taten, als auch mit guten Ratschlägen. Auf keinen Fall sollte man im Weg stehen. Alles was man tun kann ist fotografieren und kommentieren. Aber auch das geht nur von Passagier zu Passagier. Alle anderen sind ja beschäftigt. Ist die Rettung vollbracht, dann sind warme Pullover sehr willkommen.

Was aus den Salons eines Kreuzfahrtschiffes an Gedanken über das Wesen des Rettenden so entfleucht, das ist die eine Seite. Die andere Seite ist des ernste Geschehen, bei dem es um Schiffbruch und Menschenleben geht.

Am 23. November 2007 gegen 2 Uhr Morgens erreichte die MS Nordnorge, auf der ich mich zu dieser Stunde schlafend befand, ein nur unvollständig verständlicher Notruf. Die Endavour, ein kleineres Kreuzfahrtschiff, hatte den Notruf verstanden und die Botschaft nochmals an die Nordnorge im Klartext abgesetzt. Mitreisenden mit leichterem Schlaf berichten, dass sich unser Schiff gegen 2:30 in Bewegung setzte. Dreieinhalb Stunden später, gegen sechs Uhr morgens, weckte mich die Durchsage, dass die MS Nordnorge einen Notruf erhalten habe und demnächst Schiffbrüchige aus Rettungsbooten aufnehmen würde. Die Passagiere würden gebeten, den mittleren Teil von Deck 5 und das komplette Deck 7 für den Rettungseinsatz freizuhalten.

Das Schiff, das gerade dabei war unterzugehen, war die MS Explorer. Das erste Kreuzfahrtschiff, dass die antarktische Region jemals befahren hat. Die MS Explorer wird auch das erste Kreuzfahrtschiff sein, dass in dieser Region auf den Meeresgrund sinken wird. Zwölf Stunden später, gegen 19 Uhr am Abend des 23. Novembers, wird sie bereits in etwa zweitausend Metern Tiefe liegen und keine Spur von ihr, wird mehr zu sehen sein.

Die Passagiere und die Crew des sinkenden Schiffes sind, als wir eintreffen, bereits seit vier Stunden in den Rettungsbooten. Andere der Geretteten sprechen später von sechs Stunden. Ganz gleich was nun stimmt: Viele von ihnen haben keine Schuhe an, tragen nur Socken und leichte Kleidung. So saßen sie in vier offenen Rettungsbooten bei gemessenen -5 Grad Außentemperatur. Was man in der folgenden Berichterstattung nicht hört: Nur bei einem der Rettungsboot funktioniert der Motor. Die anderen können nicht manövrieren und das Boot optimal zu den Wellen stellen. Das bedeutet, dass Wasser in die Boote spritzt und die Bootsbewegung sehr unangenehm und insabil wird. Aber es gibt die Zodiacs - sechs wendige Schlauchboote, die verhindern, dass die Rettungsboote auseinanderdriften. Später höre ich von einem der Besatzungsmitglieder: "Die Zodiacs haben uns gerettet."

Als wir mit der MS Nordnorge an der Unglücksstelle sind, geht alles sehr schnell und sehr professionell. Ein Rettungsboot der MS Nordnorge wird als Aufzug benutzt. Die Schiffbrüchigen steigen aus ihren offenen Bootenum, und werden hochgezogen auf Deck 5. Andere benutzen die Lotsentür. Nach etwa einer Stunde sind alle an Bord und die Zodiacs der MS Explorer werden von der MS Endavour per Kran geborgen.

Wir auf der MS Nordnorge haben jetzt 150 Gäste. Als ich nach einigen Stunden Deck 7 besuche, auf dem die Schiffbrüchigen der Explorer ihr Sachen deponiert hatten, werde ich Zeuge einer kleinen Begebenheit. Während sich vor mir noch einige der Schiffbrüchigen darüber unterhalten, wie sie den Moment der Katastrophe erlebt haben, setzt sich einer der Geretteten ans Klavier und beginnt einige kleine Jazz-Improvisationen zu spielen.

Manch einem der Passagiere der MS Nordnorge fällt es noch schwer sich zu vergegenwärtigen, dass diese Gäste Schiffbrüchige sind. Die Rettungsaktion fand bei gutem Wetter statt: Wenig Wind, keine hohen Wellen und nur leicht bedeckter Himmel. Fast wie eine kleine vergnügliche Exkursion zur Unterhaltung von uns Antarktis-Abenteurern. Während auf Deck 7 noch so mancher erschöpft, manch anderer euphorisch Katastrophe und Rettung verarbeiteten, wird auf Deck 4 von einigen der Nordnorge-Passagiere schon spekuliert, ob man heute noch eine Pinguinkolonie und eine Walfängerstation besuchen wird. Ganz selbstverständlich wird von einigen angenommen, dass die 150 Schiffbrüchigen den Ablauf der Reise nicht merklich stören werden. Hätte ein Frachter sie aufgenommen, würde der den Kurs ja auch nicht ändern.

Realistisch ist diese Einstellung nicht. Nachdem die MS Nordnorge die Schiffbrüchigen aufgenommen hat, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Reederei der Nordnorge kann die Schiffbrüchigen auf der chilenischen Basis Mersh Frei absetzen, damit sie von dort ausgeflogen werden können. Oder aber die MS Nordnorge fährt sofort nach Ushuaia und bringt die Schiffbrüchigen dort an Land. Diese zweite Möglichkeit bedeutet den Abruch der Reise.

Wir hören auf der MS Nordnorge, dass sich die Reederei jetzt massiv in die Verhandlungen einschaltet. Kurze Zeit später ist klar, dass wir unsere Reise fortsetzen werden und die Schiffbrüchigen ausgeflogen werden. Spätestens hier kommen massive finanzielle Interessen ins Spiel. Fährt die MS Nordnorge vorzeitig zurück nach Ushuaia, dann gilt die Reise als abgebrochen und wir als Passagiere hätten wohl gute Karten, dafür eine finanzielle Entschädigung zu fordern.

Aber über diese Verhandlungen im Hintergrund erfahren wir genausowenig wie über die tatsächlichen Ereignisse, die dazu führten, dass die MS Explorer leckschlägt und neunzehn Stunden später sinkt. Es habe ein kleines Leck gegeben, das durch Eis hervorgerufen worden sei. Es sei Wasser eingedrungen. Der Wassereinbruch habe einen Kurzschluß verursacht. Dadurch sei die Explorer manövrierunfähig geworden. Eis habe dann ein zweites Leck geschlagen.

Natürlich wird es eine Untersuchung der Umstände geben, die zum Untergang der MS Explorer geführt haben. Deshalb ist klar, dass man zum Ablauf der Havarie bis dahin nichts Verbindlicheres hören wird. Alle Verantwortlichen wissen schließlich, wann es besser ist, den Mund zu halten. Die Schiffbrüchigen selbst wissen nicht, welche Informationen bei der Untersuchung wichtig sein werden. Deshalb muss auch mein Bericht vom Untergang der MS Explorer unvollständig bleiben.

Die Photos stammen vom Autor des Beitrags und stehen unter Creative Commons Licence.

Weitere Photos findet man unter Wikimedia Commons.

Freitag, 16. November 2007

Art Deco in der Pampa


So kann man sich irren. Buenos Aires und Argentinien hatte ich nicht auf der Rechnung, was den kunsthistorischen Beitrag zu Art Deco Bewegung der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts betrifft. Das ist komplett falsch. Ausserdem sind die Argentinier was die Adaption von europäischen Strömungen betrifft, total verrückt.

Es bedurfte schon einer Ausstellung im Centro Cultural Borges, ganz in der Nähe von meinem Hotel, um mir die Augen zu öffnen. Mit offenen Augen fällt einem dann auch mal was ins Auge. So zum Beispiel die Garage Guido im Stadtteil Recolta. Wie von selbst fand ich dann in San Telmo eine Antiqutätenladen, der wahrscheinlich die weltweit größten Bestände an Möbeln, Lampen und Kunstgewerbe dieser Richtung anbietet: Die Galerie Guevara.

Der absolute Krönung sind jedoch die Arbeiten des argentinischen Arhitekten Francisco Salamone. Zwischen 1930 und 1940 baute er im Auftrag des Gouverneurs der Provinz Buenos Aires, der ein glühender Verehrer von Mussolini gewesen ist, mehr als 60 öffentliche Gebäude: Rathäuser, Friedhofseingänge und Schlachthäuser.



Dieses Bild stammt aus dem Blog Francisco Salamone. Weitere Informationen, unter anderem auch über den Standort der Gebäude, gibt es
bei dem Fotografen Leandro Aguirre.

Mittwoch, 14. November 2007

Weltmeister im Schlangestehen


Argentinier legen Wert darauf, uns unwissenden Europäern zu vermitteln, dass Argentinien mehr ist als Tango, Steak und Maradona. In gewisser Hinsicht entpuppen sich Argentinier als erstaunlich diszipliniert, kultiviert und sparsam.

Argentinier verbringen viel Zeit damit Schlangen zu bilden. Sie sind die ungekrönten Weltmeister in dieser Disziplin und die längste Schlange im Guinness Buch der Rekorde müßte in Argentinien gebildet worden sein. Gemeint sind nicht politische Manifestationen, wie Menschen- oder Lichterketten, mit denen medienwirksam von Edinburgh bis Palermo für den Frieden demonstriert wird. Es geht, vereinfacht gesagt, um das alltägliche Anstehen. Anstehen für den Bus von der Arbeit nach Hause, wie oben zu sehen. Oder Anstehen, um Karten für das Länderspiel Argentinien gegen Bolivien am Luna-Park in Buenos Aires zu kaufen, wie unten zu sehen.

Eine Geduldsprobe ist auch die Ausstellung oder Verlängerung eines Personal- ausweises, auf argentinisch DNI genannt. Auch hier steht man ganze Tage in einer Schlange, die sich kaum bewegt. Die Geduld, mit der diese bürokratische Folter erduldet wird, ist nicht von dieser Welt. An jedem Werktag sieht man diese geduldigen Staatsbürger, wenn man die Avenida Paseo Colon an der Faculdad de la Ingenieria vorbei, in Richtung La Boca fährt.

Aber auch andere Dinge sind hier anders: Im Café kommt der Milchkaffee zunächst ohne Milch auf den Tisch. Der Kellner hat eine Kanne dabei und füllt am Tisch den Kaffee mit Milch auf. Dazu gibt es ein Glas Wasser und einige kleine Stücke Gebäck. Man fühlt sich sofort sehr gut behandelt und ganz entspannt. Auch das Tonic-Water kommt in der Flasche und ungeöffnet an den Tisch. Der Kellner öffnet die Flasche und schenkt ein. Der Zweck der Übung ist die Herstellung von Vertrauen und Transparenz. Man könnte auch sagen, dem Mißtrauen wird jede Grundlage entzogen. Der Zweck der Übung ist, etwaige Reklamationen mit dieser Konvention im Keim zu ersticken. Jeder kann doch sehen, dass die Basis des Café con Leche ein ehrlicher Café ist, der die Tasse mehr als bis zur Hälfte füllte. Jeder kann sehen, dass die ungeöffnete Flasche Tonic das echte Schweppes enthält und mich hier kein Betrüger über den Tisch ziehen will. Das hat in der Vergangenheit viel Streit erspart und so mancher Messerstecherei die Grundlage vorenthalten

Schließlich entpuppen sich die Porteños - also die Bewohner von Buenos Aires - auch noch als ziemlich klever und sparsam. An vielen Kreuzungen hat man sich einfach die Fußgängerampeln gespart. Wenn man als Auswärtiger den Trick erstmal verstanden hat, dann sind Fußgängerampeln tätsächlich meistens überflüssig. Fließt der Verkehr in die Richtung, in der man sich als Fußgänger bewegen möchte, oder kommt er aus der Gegenrichtung, dann kann man gefahrlos die Straße überqueren. Hilfreich für die antizipierende Bewegung im Straßenverkehr sind die Ampeln für die Autos. Springt die Ampel der Querstraße, die man queren möchte auf rot, dann kann kann man gleich die Straße überqueren. Springt sie auf grün, dann solle man sich beeilen, die gegenüberliegende Seite zu erreichen. Beruhigen dabei ist, dass der abbiegende Verkehr Fußgänger weitgehend als lebenswerte Kreaturen respektiert.

Argentinier regen sich schnell und gerne auf. Was sie dabei so sagen, ist oft nicht druckreif und kann von Auswärtigen meist nicht hundertprozentig verstanden werden. Aber heute hat mir ein Taxifahrer gezeigt, dass der einzig vernichtende Vorwurf mit dem ein Argentinier einen anderen Argentinier belegen kann, darin besteht, ihn als mal educado, als schlecht erzogen, zu bezeichnen. Die Argentinier sind ein Volk mit Kultur und viele von ihnen muss man als Intellektuelle und Lebenskünstler bezeichen. Letzteres trifft auf jeden Fall zu.

Die Photos stammen vom Autor des Beitrags und stehen unter Creative Commons Licence.

Montag, 12. November 2007

Die Gesichter von Buenos Aires


"Die Geschichte von Buenos Aires steht im Telefonbuch der Stadt geschrieben: Pompeji Romanow, Emilio Rommel, Crespina D. Z. de Rose, Ladislao Radziwil und Elizabeta Marta Callman de Rothchild - fünf Namen, aufs Geradewohl unter dem Buchstaben R ausgewählt, erzählen eine Geschichte von Exil, Enttäuschung und Angst hinter Spitzengardinen." Dies schrieb Bruce Chatwin 1977 ganz am Anfang seines Buches In Patagonien. Und das ist die Wahrheit.

Diese europäischen Wurzeln sieht man auch heute noch, wenn man durch Buenos Aires flaniert. Was im Stadtbild fehlt sind die "Eingeborenen", die Indios oder - politisch korrekt - die Indigenas. Die Einwanderung und die Landnahme hat in Argntinien von ihnen so gut wie nichts übrig gelassen.






Alle oben gezeigten Portraits entstanden bei einer vaterländischen Zermonie auf dem Friedhof Recoleta, deren Zeuge ich zufällig wurde. Geehrt wurden die Helden einer Schlacht, die vor vielen hundert Jahren, an der Grenze zu Boliven stattfand. Es wurden vaterländische Reden gehalten, ein katholische Priester mit streng gescheiteltem lichtem Haar weihte die Fahnen und ein Trompeter in Uniform blies in sehr korrekter Haltung eine melancholische kleine Melodie.



Wenn es etwas gibt, das die Argentinier von anderen Menschen auf diesem Planeten unterscheidet, dann ist es ihre Fähigkeit selbst profanen Dingen jede Menge Pathos zu verleihen. Die vaterländische Zeremonie auf dem Friedhof Recoleta endete mit dem Absingen der argentinischen Nationalhymne, die im Unterschied zur Deutschen sehr schwer zu singen ist. Vor Pathos triefen aber auch Texte, die beispielsweise die Geschichte einer Druckerei beschreiben, die ich hier in Buenos Aires besuchte. Dort heißt es: "Unsere Geschichte beginnt im Jahre 1987. Seit dieser Zeit sind wir mit Opferbereitschaft, starkem Willen, Anstrengung und Würde den Weg des Wachstums und der Selbstvervollkommnung gegangen." So klingt hier vieles, was offiziel gesagt oder geschrieben wird.

Die Kehrseite von Pathos und Vaterlandsliebe ist ein tiefes Mißtrauen gegenüber allen Institutionen. Dafür gibt es auch gute Gründe. Das führt schnell zu gewaltsamen Ausbrüchen, wie beispielsweise vor einigen Monaten geschehen. Der Bahnhof Retiro wurde damals von einer Menschenmenge verwüstet, weil ein Nahverkehrszug ohne Angabe von Gründen ausgefallen war. Heute saß ich in einem Café und sah im Fernsehen, wie demonstrierende Arbeiter sich mit Polizisten prügelten. Es war die Rede von zwölf Verletzten.

Die Photos stammen vom Autor des Beitrags und stehen unter Creative Commons Licence.